Gute Schulen – ja. Aber nicht um jeden Preis.
Für die neue Schulanlage und weitere Investitionen hat der Gemeinderat im Voranschlag 2026 eine Erhöhung des Steuerfusses auf bis zu 175 % angekündigt. Das ist zu viel für ein Dorf mit rund 5’500 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Die wichtigsten Zahlen
- 135 % Steuerfuss heute
- 175 % Steuerfuss im Finanzplan
- +30 % mehr Gemeindesteuer
- 50 Mio. Nettokosten in Franken
Worum es geht
Am 29. November 2026 stimmt Wangen über die Schul- und Sportanlage «Am Buechberg» ab. Sie kostet netto 50 Millionen Franken ohne Teuerung, laut Gemeinderat die grösste Einzelinvestition in der Geschichte der Gemeinde.
Das sollten Sie wissen
- Es ginge günstiger. Die Machbarkeitsstudie der Gemeinde berechnete 2023 eine Variante mit neuer Doppelturnhalle für 32,4 Millionen Franken. Das heutige Projekt kostet 55,6 Millionen. Varianten ansehen
- Teurer als das eigene Ziel. Das Siegerangebot liegt rund 3 Millionen Franken über dem Kostenziel, das die Gemeinde im Wettbewerb vorgegeben hatte. Zur Einordnung
- Vom Vermögen in die Schulden. Heute hat Wangen ein Nettovermögen von 684 Franken pro Kopf. Laut Botschaft steigt die Nettoschuld auf bis zu 6’300 Franken pro Kopf. Zur Einordnung
- 150 oder 175 %? Im Voranschlag 2026 nannte der Gemeinderat bis zu 175 %, acht Monate später in der Botschaft höchstens 150 %. Warum die frühere Berechnung mit bis zu 175 % plötzlich nicht mehr gilt, erklärt der Gemeinderat nicht. Mehr dazu
- Höchster Steuerfuss der Region. Bei 175 % hätte Wangen den höchsten Steuerfuss aller Gemeinden in March und Höfe. Vergleich ansehen
Unsere Position
- Wir stehen hinter guten Schulen für unsere Kinder.
- Wir wollen eine Lösung, die sich Wangen auch in Zukunft leisten kann.
- Die Stimmberechtigten sollen die tatsächlichen Kosten kennen, bevor sie entscheiden.
Rechnen Sie selbst
Mit Ihrer Steuerrechnung oder Ihrem Lohn sehen Sie in einer Minute, wie viel mehr Gemeindesteuer Sie bei 175 % bezahlen würden.
